Presse- mitteilungen
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06.12.2011 - Durchbruch beim Stärkungspakt Stadtfinanzen

01.12.2011 - Grüne wollen NS-Dokumentationszentrum

17.10.2011 - Grüne zum Klimaschutz in Duisburg und NRW: Immer einen Schritt voraus

Stellungnahme zur möglichen Schließung des Clauberg Gymnasiums

(Ingrid Fitzek, schulpolitische Sprecherin der Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

 

Das Vorgehen der Bezirksregierung, dem Clauberg-Gymnasium die Bildung einer Eingangsklasse für das neue Schuljahr zu untersagen, ist zum jetzigen Zeitpunkt überstürzt und falsch. Genauso wie der Vorschlag, die Stadt solle vor diesem Hintergrund die Schließung des Clauberg-Gymnasiums einleiten. Die Tatsache, dass die Stadt vom Vorgehen der Bezirksregierung nicht rechtzeitig informiert worden ist und erst davon erfahren hat, nachdem das Clauberg-Gymnasium bereits den Erlass auf dem Tisch hatte, ist sehr befremdlich und unterstützt nicht die begonnene Zusammenarbeit im Rahmen der Duisburg Konferenz.

 

Als GRÜNE Fraktion nehmen wir den Prozess der Bildungsplanung für Duisburg ernst, der mit der Vorlage des Analyseteils des Schulentwicklungsplans begonnen hat. Das heißt, wir werden uns die Bildungssituation in jedem Stadtteil genau ansehen und dabei schauen, was die verschiedenen Bildungsträger leisten bzw. wo Probleme und Mängel sind. Dazu gehört selbstverständlich auch, die verschiedenen Akteure vor Ort einzubeziehen. Natürlich wird dabei die demographische Entwicklung eine Rolle spielen, genauso wie die Frage, welche Zielsetzungen für die Stadteilentwicklung insgesamt angestrebt werden. Nur auf dieser Grundlage kann sachgerecht über konkrete Schulstandorte gesprochen werden. Hier geht es um einen Prozess, der nicht über’s Knie gebrochen werden kann und darf.

 

Das bloße Schielen auf gesunkene Anmeldezahlen und davon die perspektivische Schließung abzuleiten, wie es die Bezirksregierung macht, greift zu kurz und ist ein rein technokratischer Ansatz. Aber ebenso zu kurz greift der Antrag, den die DAL im Schulausschuss am 17.03. eingebracht hatte, der unabhängig von allen konkreten sachlichen Argumenten den Erhalt des Clauberg-Gymnasiums fordert. Wegen der oben skizzierten Position, Bildungsplanung und Standortentscheidungen nur im Zusammenhang zu betrachten, habe ich mich bei der Abstimmung zum DAL-Antrag enthalten.

 

Das weitere Vorgehen ist nun folgendermaßen:

Die Stadt bzw. das Schuldezernat ist nun verpflichtet zu prüfen, wie mit den SchülerInnen umgegangen wird, die sich am Clauberg-Gymnasium anmelden wollten. Könnten sie in zumutbarer Entfernung ein anderes Gymnasium besuchen? Wären die Gymnasien, die in Frage kämen, überhaupt in der Lage noch weitere SchülerInnen aufzunehmen? Gibt es Gründe, dass doch eine Eingangsklasse am Clauberg-Gymnasium gebildet werden kann/muss? Usw.

 

Für den 31. März ist eine Sondersitzung des Schulausschusses geplant, wo über die verschiedenen Varianten berichtet wird und der Ausschuss sich zum weiteren Vorgehen äußern wird.