Duisburg, 13.6.2008 - In Beginenhöfen leben Frauen aller Altersstufen in eigenen Wohnungen, ob allein, mit Kindern oder in Wohngemeinschaft, Frauen aus vielfältigen Lebens- und Familienzusammenhängen, mit verschiedenem kulturellen Hintergrund und jede kann sich einbringen mit ihren Talenten, ihrem Wissen und ihren Erfahrungen.
Sie unterstützen sich in nachbarschaftlichem Miteinander. Die Beginen verbindet der Wunsch nach einer spirituellen, aber nicht unbedingt kirchlich gebundenen Gemeinschaft und das Interesse an gesellschaftlichen, religiösen, politischen Fragen.
Die Lebens-, Wohn- und Arbeitsform der Beginenhöfe ist nicht neu: In Europa gab es seit dem 13. Jahrhundert ein wachsendes Bedürfnis nach spirituellem Leben in klösterlicher oder klosterähnlicher Gemeinschaft, besonders unter Frauen. Da nicht alle in ein Kloster eintreten konnten oder wollten, wurde es immer üblicher, dass alternative Formen religiöser Lebensgemeinschaften von Frauen entstanden.